Konzentriert legte er eine Hand auf den kalten Stein und schwang seine Beine über die Kante. Vorsichtig suchte er mit einem Fuß die erste Vertiefung in der Wand. Dann begann er seinen langsamen Abstieg. Die Wände waren kühl und feucht. Das Mauerwerk bot nur begrenzten Halt. 

Plötzlich setzte sein Fuß auf einer losen Stelle auf. Mit einem leisen Knirschen brach ein Stück Stein unter seinem Gewicht weg. Er verlor den Halt und rutschte ab. 

Instinktiv suchten seine Finger einen neuen Halt. Links fand er eine Einkerbung im Mauerwerk, doch der Stein war scharfkantig. Ein stechender Schmerz durchzog seinen Arm. Er biss die Zähne zusammen und atmete gepresst aus. Als er wieder Halt gefunden hatte, schloss er kurz die Augen. Das Blut rauschte in seinen Ohren, sein Herz raste. Vorsichtig wagte er einen Blick hinab. Der Boden war nicht mehr weit. 

Kontrolliert stieß er sich von der Wand ab und sprang hinab auf den Grund. Nun konnte er sich erstmal um die Rune kümmern, bevor er sich Gedanken machen würde, wie er den Aufstieg trotz seiner verletzten Hand schaffen würde. 

Als ich das Thema „Sprung“ las, hatte ich sofort diese Szene mit dieser Perspektive in der Zeichnung vor Augen. Die Perspektive war gar nicht so einfach umzusetzen. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Zeichenprozess auf Instagram anschauen, denn ich versuche mein Profil wieder zu beleben.

Alle Themen aus dem August von Projekt 52 findet ihr bei Sari.

Sprung ins Dunkel (P52, Sprung)
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